Auf der Grenze zwischen den USA und Kanada

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Unsere Reise startet in Kanada, doch sie endet in den USA, genauer gesagt in Alaska. Was man hier mitnimmt, sind vor allem viele positive Eindrücke von der Beziehung zwischen Mensch und Natur.

Los geht es in Kanada an den berühmten Klondike Fields. Die Bergregion liegt in der Nähe der Stadt Dawson im Yukon-Territorium, welches im Westen an Alaska grenzt. Seit mehr als zwölftausend Jahren leben hier Menschen. Die indianischen Jäger nutzten die zahlreichen Höhlen zur Jagd. Auch wenn man dem einheimischen Grizzly heutzutage lieber nicht mehr begegnen möchte. Die von uns gewählte Unterkunft, ein Cabin, ist eher spärlich. Man kann den Schlafraum nicht richtig verdunkeln und die Fenster sind alles andere als dicht. Aber dennoch ist das Wetter sonnig und vielversprechend. Zum Frühstück gibt es Trockenfrüchte und Müsli mit vielen Nüssen.

Der Midnight Dome Mountain bietet einen herrlichen Blick über die Flüsse Klondike und Yukon. Überall erblickt man die ehemaligen und jetzigen Goldfelder der Stadt Dawson City. Noch immer stehen hier Schwimmbagger und andere Goldschürfmaschinen. Bekannt sein dürfte diese Region vor allem den Lesern der Disney-Comics. Doch nicht nur Dagobert Duck ist hier zu seinem Vermögen gekommen. Ein paar Glückspilze haben wirklich mit Gold aus dem 35m breitem Fluss ein kleines Vermögen gemacht. Dieses gab Anlass zu einem der größten Goldrausche der nordamerikanischen Geschichte. Das damals kleine Dorf Dawson wurde quasi über Nacht von Goldschürfern überrannt. 1925 thematisierte auch Charlie Chaplin in seinem Film „Der Goldrausch“ diese Region.

Weiter geht es in Richtung Whitehorse. Die Stadt ist auch zugleich Hauptstadt des Territoriums Yukon und wurde deshalb so benannt, weil die Stromschnellen die Einwohner an die Mähnen weißer Pferde erinnerten. Mit dem Bau eine Wasserkraftwerks hat sich dieses Schauspiel jedoch erledigt. Zudem hat der 1959 erbaute Damm zur Stromgewinnung den Lachsen den Rückweg zu ihren Laichgebieten versperrt. Man baute nachträglich eine „Lachsleiter“, um den Fischen den Weg zurück zu ermöglichen. Wir gehen an der Main Street ein wenig shoppen und entdecken am Fluss einen alten Schaufelraddampfer. Eine Führung wird leider nicht angeboten, wenngleich der Koloss nicht nur unser Interesse erregt.

Unsere Reise endet in Glacier Bay, einem Nationalpark der USA in der Nähe von Juneau. Insgesamt 17 Gletscher sind hier in einem Gebiet zusammengestaucht. Durch die Klimaerwärmung brechen von Zeit zu Zeit riesige Teile der Gletscher ab und fallen mit einer monströsen Fontäne ins Wasser. Wir entscheiden uns für einen gar nicht so teuren Rundflug mit einer kleinen Propellermaschine. Doch sofort wird uns klar, dass es nichts wird mit der tollen Aussicht. Über dem Fluss hat sich eine riesige Nebelbank breit gemacht, die sich auch nach knapp einer Stunde Flug nur langsam auflöst. Wir entdecken noch den John Hopkins Gletscher bevor auch der Nieselregen einsetzt. Auch wenn wir etwa enttäuscht sind, haben wir dennoch erblicken können, wie Gletscherwasser unterhalb des Meeresspiegels aus dem Gletscher tritt. Es brodelt wie in einem Whirpool.

Unsere Reise endet leider recht abrupt, da uns der Rückflug nach Frankfurt Flughafen erwartet. Wer gerne selbst einmal an die Grenzlande zwischen Kanada und den USA Urlaub machen möchte, findet tolle Routen auf www.travelworldonline.de. Wir waren jedenfalls sehr begeistert von der unglaublichen Nähe zur Natur und würden das nächste Mal sogar mit Campingausrüstung anrücken.