Am Salten in Südtirol

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Als echte Geheimtipps für Wanderer gelten sowohl der Salten als auch der Tschöggelberg in Südtirol. Aber was genau macht das Gebiet um das Hochplateau so interessant?

Dort wo sich die unterschiedlichen Kulturen treffen, in Bozen, der Landeshauptstadt Südtirols, findet man auch die Bezirksgemeinschaft Salten-Schlern. Besonders bekannt ist die Landschaft durch ihre einzigartigen Lärchenwälder, die im Herbst in goldenen Farben erstrahlen. Dort findet man sowohl den „Ritten“, ein weiträumiges Plateau auf der Höhe von bis zu 1200m, als auch den Salten.

Der Salten gilt als Geheimtipp und bietet ausgiebige Wandermöglichkeiten für alle Wandertypen. Salten ist sowohl die Bezeichnung für den Berg als auch für das Hochplateau. Direkt „nebenan“ befindet sich der Tschöggelberg, der sich am nördlichen Rand von Bozen in voller Pracht zeigt. Beide Wanderziele sind außerhalb der Region noch weitgehend unbekannt. Die Seilbahn in Bozen fährt in acht Minuten bis zu ihrem Ziel nach Jenesien, von wo aus sich eine spektakuläre und einmalige Rundumsicht in alle Himmelsrichtungen bietet. Blickt man Richtung Osten kann man sowohl den Rosengarten als auch den Schlern, der trotz seiner geringen Höhe auf Grund seiner charakteristischen Form als Wahrzeichen Südtirols gilt. Im Süden eröffnet sich dem wandernden Bewunderer das Unterland Bozens in Richtung Trento und  Gardaseegebiet. Im Westen schließt sich die Ortlergruppe bis Meran 2000 an.

Auf dem Salten und Tschöggelberg befindet sich Europas größtes zusammenhängendes Lärchengebiet. Daraus aus dem Kieferngewächs gewonnenen Öle und Harze wurden bereits im Mittelalter von den Bauern der Gegend als Heilmittel verwendet. Die Lärche erfährt heutzutage eine Renaissance, je mehr die moderne Forschung über deren vielfältige Potentiale zu Tage bringt: Sie soll durchblutungsfördernd und entzündungshemmend sein. Zudem soll sie die Muskeln entspannen und auch seelische Anspannungen auflösen.

Besonders unterhaltsam, nicht nur für kleine Wanderer, ist der Saltener Sagenweg. Auf dem  europäischen Fernwanderweg am Salten sind zwölf Sagen und Mythen aus der näheren Umgebung Jenesien dargestellt. Die Sagen sind das Ergebnis einer Projektarbeit von 132 Schülern und Schülerinnen der Grundschule Jenesien.

Einkehrmöglichkeit bietet vor allem das Hotel Schönblick-Belvedere. Das Drei-Sterne-Superior Hotel auf 1.080 Metern Höhe bietet seinen Gästen einen weiten Blick über Bozen. Bei guter Sicht sind auch die Dolomiten sowie die südliche Landesgrenze von Südtirol zu erkennen. Das Vitalpinahotel und Wanderhotel hat sich auf aktive Urlaube und das Genießen der alpinen Landschaft spezialisiert.

Wer etwas höher hinauf möchte, wechselt vom Salten zum Tschöggelberg und wandert bis zu den Stoanern Mandeln. Einer Sage nach, sollen die Mandeln verhexte Bauern sein, die damals den Hexen beim Tanz zugeschaut haben und dafür in Steinmänner verwandelt wurden. So jedenfalls erklärt man sich diese einzigartige Gipfelgestaltung.

 

Bildnachweis: Mit freundlicher Genehmigung des Hotels Schönblick-Belvedere