Goa – Das Mekka der Aussteiger

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Goa, der kleinste indische Bundesstaat, macht vor allem Schlagzeilen durch seine Freizügigkeit. Heute ist Goa für den Tourismus Indiens nicht mehr wegzudenken. 2,2 Millionen Besucher kamen 2004 nach Goa. Das sind 12% des gesamten Touristenenaufkommen des Landes.

Als die ersten Hippies und Aussteiger aus Europa und anderswo nach Goa kamen, bestimmten Sex, Drogen und Musik das Leben vieler Menschen in Goa. Die Goa-Partys wurden landesweit und international so bekannt, dass heute noch eine Musikrichtung nach ihnen benannt wird. Gerade für junge Israelis ist Goa ein beliebtes Ausflugsziel nach dem Militärdienst. Noch heute ist es für viele Touristen deswegen ein Begriff. Doch Goa hat noch mehr zu bieten als sein Hippie-Image – weitaus mehr.

Es kann schon als klassisches Ferienparadies bezeichnet werden. Die Sandstrände von Goa stehen unserer Postkartenidylle in nichts nach. Tausende von Touristen pilgern deswegen dorthin. Die Strände sind so lang, dass sie als indische Copacabana bezeichnet werden. Aber auch für Nachtschwärmer, Kulturliebhaber und Freunde der Natur ist Goa eine Reise wert. Die ehemalige portugiesische Kolonie besitzt viele hübsche Kolonialvillen und Kirchen. An einigen von ihnen nagt bereits der Zahn der Zeit, aber das macht sie umso augenfälliger.

Leider ist nicht alles mit rechten Dingen zugegangen, als der Tourismus in Goa begann. Viele ausländische Unternehmen haben den Tourismusboom schnell erkannt und mehr oder weniger legal, oder mittels Bestechung und Grundstückspekulationen, ansehnliche Teile der Region erworben und diese zu Touristenzentren ausgebaut. Die Regierung erlaubte das Glücksspiel, um selbst von den Massen zu profitieren. Heute leidet Goa in diesen Gebieten unter einer mangelhaften Müllentsorgung und einer fehlenden Wasserversorgung, da große Teile der Wasservorräte in die Schwimmanlagen der Touristenzentren geleitet wird. Tattoo-Shops, Kunstläden und allerlei touristische Freizeitangebote prägen das Bild dieser Urlaubsressorts.

Es zeigt sich also, dass Goa durchaus vielfältig ist. Fernab vom steten Treiben der Hippies am Anjuna und den Touristenzentren wie Panjim gibt es auch ein Goa der Ruhe, durchaus auch mit guter infrastruktureller Versorgung. Wer ein wenig Entspannung braucht und die Einsamkeit sucht, der ist in Betul oder Palolem an der richtigen Stelle. Feiner Sand und kristallklares Wasser bieten sich hier an. Eine kaum vom Tourismus berührte Natur findet man dort allerdings auch nicht vor.

Einen Reisebericht über Goa, über Land und Leute, sowie über die eigenen Erfahrungen der Touristen in dieser Region findet sich auf www.reise-berichte-24.de